Ich würde die Entscheidung vor allem von Entfernung, benötigter Bandbreite und möglichen Störquellen abhängig machen. Bei kurzen Strecken innerhalb eines Raums oder Serverschranks reicht eine gute Kupferverkabelung meiner Meinung nach meist völlig aus. Sobald jedoch größere Distanzen, verschiedene Gebäudeteile oder starke elektromagnetische Störungen ins Spiel kommen, hat Glasfaser klare Vorteile.
Hilfreich fand ich dazu
diesen Beitrag über das Thema "LWL-Kabel im Netzwerk: Wann Glasfaser gegenüber Kupfer die bessere Wahl ist", weil dort die Unterschiede recht verständlich anhand typischer Einsatzfälle erklärt werden. Besonders sinnvoll erscheint Glasfaser dort, wo mehr als zehn Gigabit pro Sekunde geplant sind oder die Verkabelung sehr lange unverändert genutzt werden soll. Ein weiterer Vorteil ist, dass Lichtwellenleiter elektrisch nicht leitend sind und dadurch Probleme mit unterschiedlichen Erdpotentialen vermieden werden können.
Auf der anderen Seite ist die Handhabung etwas anspruchsvoller, weil Biegeradius, Sauberkeit der Stecker und Zugbelastung stärker beachtet werden müssen. Für normale Arbeitsplatzanschlüsse würde ich deshalb weiterhin Kupfer verwenden und Glasfaser eher gezielt für Backbone-Verbindungen oder längere Strecken einsetzen.