Microsoft spricht Warnung für Sicherheitslücke im Internet Explorer aus

Microsoft hat eine offizielle Warnung für eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke im Internet Explorer herausgegeben. Laut Meldung handelt es sich um eine Zero-Day-Schwachstelle in JScript. Ein Schutz vor Angriffen aus der Ferne scheint jedoch möglich zu sein.

Nur wenige gezielte Angriffe bekannt

Die kritische Sicherheitslücke erlaubt laut Microsoft Remote-Angriffe. Kriminelle können sich demnach über den Internet Explorer einen vollständigen Zugriff auf das System verschaffen und weiteren erheblichen Schaden anrichten. Bisher seien nach Angaben der Redmonder nur wenige gezielte Angriffe bekannt. Dennoch spricht Microsoft die Empfehlung aus, den Internet Explorer zu deinstallieren und auf einen entsprechenden Sicherheitspatch zu warten, bevor der Browser wieder bedenkenlos in Betrieb genommen werden kann.

Angreifer können beliebigen Code ausführen

Im offiziellen Statement mit der laufenden Nummer ADV200001 zur „Speicherkorruptionsschwachstelle“ heißt es, dass die Remotecode-Ausführung über die Skripting-Engine im Speicher des Internet Explorers stattfindet. Über das entdeckte Sicherheitsleck lasse sich der Speicher derart beschädigen, dass Cyber-Kriminelle einen beliebigen Code in den Kontext des angemeldeten Benutzers einfügen können. Weiter heißt es in dem Bericht, dass Angreifer die gleichen Rechte erlangen können, die der jeweils angemeldete Benutzer besitzt. Insbesondere Anwender, welche sich stets mit administrativen Rechten an ihrem System anmelden, sollte unbedingt bis auf Weiteres von der Nutzung des Internet Explorers absehen oder sich mit einem Benutzer anmelden, der weitaus weniger Berechtigungen besitzt. Hat sich ein Angreifer erst Zugriff verschafft, könne er laut Statement Programme installieren, neue Konten erstellen und Daten löschen, anzeigen oder ändern.

Auch Behörden geben Sicherheitswarnung heraus

In den USA wurde die Heimatschutzbehörde Homeland Security schnell auf die Sicherheitslücke im Internet Explorer aufmerksam und lies mit einer entsprechenden Reaktion nicht lange auf sich warten. Die Behörde empfahl vor diesem Hintergrund allen US-Bürgern, umgehend auf die Nutzung des Browsers zu verzichten und stattdessen Chrome oder Edge einzusetzen. Beim ebenfalls beliebten Browser Mozilla Firefox trat jüngst eine ähnliche Sicherheitslücke zu Tage, welche jedoch von den Entwickler in relativ kurzer Zeit durch einen Notfallpatch beseitigt werden konnte. Wie Microsoft verschiedenen Medien gegenüber bestätigte, arbeiten die Entwickler an einer schnellen und ebenso sicheren Lösung für die kritische Sicherheitslücke. Darüber hinaus möchte Microsoft nach eigener Aussage in Zukunft wesentlich proaktiver durch Testreihen vor der Veröffentlichung auf derartige Bedrohungen reagieren können.

Zwangsupdate für Windows 10 ersetzt bisherigen Edge-Browser

Pünktlich zum ersten Patch-Day des Jahres 2020 beendete Microsoft nicht nur das große Kapitel Windows 7, sondern entfernt auch den Browser Edge einschließlich der Enginge EdgeHTML aus Windows 10. Durch ein Zwangsupdate werden die Redmonder am 15. Januar 2020 den neuen Edge-Browser auf Chromiumbasis ausliefern. Allerdings erhalten ausschließlich private Nutzer den neuen Browser automatisch. In Unternehmen können die verantwortlichen Administratoren selbst entscheiden.

Ankündigung bereits im Dezember 2018

Bereits im Dezember 2018 hatte Microsoft angekündigt, Edge in seiner bisherigen Form nicht mehr länger zu unterstützen und stattdessen Edge mit Chromium-Engine einzuführen. Eine Vorabversion des neuen Browser konnten Insider im Jahr 2019 unter die Lupe nehmen und ausführlich testen. Während der Testphase wurde Edge in regelmäßigen Abständen mit neuen Features erweitert. Das hieraus resultierende Ergebnis erhalten nun alle privaten Nutzer von Windows 10 am 15. Januar 2020 mittels eines Zwangsupdates für das Betriebssystem.

Auslieferung unabhängig von der genutzten Windows-10-Variante

Anwender, die mindesten Windows 10 unter Version 1803 einsetzen, erhalten das Zwangsupdate. Dabei spielt es keine Rolle, ob Windows 10 Pro oder Windows 10 Home im Einsatz ist. Grundsätzlich ist es in diesem Zusammenhang ratsam, dass Nutzer Windows 10 auf Version 1909 vom November 2019 aktualisieren. Bislang ist noch unklar, was der alten Edge-Version geschehen wird. Laut Microsoft wolle sich das Unternehmen hierzu in Kürze äußern und Auskunft darüber geben, wie lange die EdgeHTML-Engine noch genutzt werden kann.

Noch sind nicht alle Funktionen verfügbar

Der Chromium-basierte Edge hat eine ähnliche Benutzeroberfläche wie die alte Edge-Version. Nutzer stellen zunächst eine Änderung durch ein neues Edge-Icon fest. Die aktuellstes Beta-Version des neuen Browser besitzt die Nummer 79.0.309.63, was sich vermutlich noch bis zur Veröffentlichung verändern dürfte. Diverse Funktionen für die Synchronisation sind bislang noch nicht aktiviert, wodurch unter anderem die Bereiche „Sammlungen“, „Verlauf“ oder „Erweiterungen“ betroffen sind. Für die Bereiche „Kennwörter“ sowie „Adressen und „Einstellungen“ ist die Synchronisation bereits aktiv.

Zahlreiche Addons verfügbar

Mittlerweile sind mehr als 180 Erweiterungen für den neuen Edge-Browser im Microsoft Store oder im Chrome Web Store verfügbar. Hierfür muss der Nutzer lediglich erlauben, dass von letzterem ebenfalls Erweiterungen installiert werden dürfen. Microsoft hat es sich mit der Einführung des Chromium-Edge zum Ziel gesetzt, wesentlich schneller und häufiger Updates zu veröffentlichen. Parallel dazu arbeiten Microsoft und Google gemeinsam an der permanenten Weiterentwicklung von Chromium.

Großes Update für Cortana-Beta-App

Wie Microsoft jüngst selbst offiziell in einer Stellungnahme bestätigt hat, arbeitet das Unternehmen seit ein paar Monaten überaus aktiv daran, den eigens entwickelten Sprachassistenten Cortana zu umfangreich zu verbessern. Ziel sei es, eine „echte“ Konkurrenz zu Alexa von Amazon, Siri sowie zum Google Assistant aufzubauen und sich weitere Marktanteile zu sichern.

Abgrenzung steht im Fokus

Für Android-Geräte wird die Integrationsmöglichkeit entfernt. Auch von der Xbox wurde Cortana längst entfernt. Dennoch soll nach Angaben von Microsoft der Funktionsumfang nicht geschmälert. Gern genutzte Features sollen unter anderem in Outlook sowie andere Dienst integriert werden, wie die Redmonder weiter mitteilten. Allem Anschein nach bemühen sich die Entwickler um eine Trennung zwischen Windows 10 und Cortana zu bemühen, um die Verbesserung der App im Store nachhaltig gewährleisten zu können. Aktuell befindet sich die Cortana-App im Beta-Status und kann im Rahmen des Windows-Insider-Programms ausgiebigen Tests unterzogen werden.

Zahlreiche Neuerungen sind bereits integriert

Mitunter gehört den Neuerungen vorgeschlagene Aufgaben für eine To-Do-Liste. Darüber hinaus wurde das sogenannte „WakeWord“ von „Hey Cortana“ hin zu „Cortana“ geändert. Zudem haben die Redmonder einigen kleine Fehler aus dem Sprachassistenten entfernt und zahlreiche kleine Verbesserungen vorgenommen. Momentan ist die Beta-Version von Cortana ausschließlich in den USA für interessierte Tester erhältlich. Noch ist unklar, ob sich dieser Zustand ändern wird und somit auch Teilnehmer von Windows Inside in Europa in den Genuss der Beta-App kommen dürfen. Kritiker unterstellen indes, dass Microsoft für Cortana einen harten „US-Only“-Kurs fährt und den Rest der Welt ausschließen möchte.

Keine Unterstützung mehr für Android und iOS

In den letzten Tages des Jahres 2019 hatte Microsoft gegenüber der Medien offiziell bestätigt, dass Cortana lediglich noch in den USA für Android und iOS verfügbar sein wird. Dieser durchaus drastische Schritt wurde bereits seit längerer Zeit vermutete. Aus der Mitteilung geht hervor, dass Microsoft Cortana dorthin bringen möchte, wo die Nutzer des Sprachassistenten sind. Ob sich der US-Konzern mit diesen Entscheidung tatsächlich einen Gefallen tut oder sich abermals ein Eigentor schießt, bleibt für die kommenden Monate abzuwarten. Ob es Alternativen für Anwender außerhalb der USA gibt, lässt Microsoft bislang offen. Eine nachvollziehbaren und ebenso verständlichen Begründen gibt es bislang nur ansatzweise.

Marktanteil von Windows 10 stagniert

Trotz des Weihnachtsgeschäfts konnten sich die Marktanteile von Windows 10 nicht wirklich erhöhen und blieben stabil auf dem gleichen Niveau. Ursprünglich ging Microsoft davon aus, dass das Support-Ende von Windows 7 am 14. Januar 2020 den Druck auf zahllose Anwender erhöht und einen „Weihnachtseffekt“ auslösen würde.

Windows 10 mit leichtem Plus

Die Statistiker von NetMarketShare haben nun die Marktanteile von unterschiedlichen Betriebssystemen für Dezember 2019 veröffentlicht. Die Zahlen stammen allesamt Werbenetzwerken und besitzen somit keinen offiziellen Charakter. Dennoch zeigen sie einen überaus verlässlichen Trend was die Marktanteile der einzelnen Betriebssysteme angeht. Laut NetMarketShare lässt sich für Windows 10 ein ganz leichtes Plus verzeichnen. Microsoft aktuelles Betriebssystem kommt derzeit auf insgesamt 54,62 Prozent. Die von den Redmondern erhoffte große Steigerung der Anteile ist trotz Black Friday sowie der Weihnachtseinkäufe weitestgehend ausgeblieben.

Windows 7 und Windows 8.1

Nach wie vor gelten Windows 7 sowie Windows 8.1 trotz ihres Alters auf der ganzen Welt als überaus beliebt. So kann Windows 7 noch immer einen Marktanteil in Höhe von 26,64 Prozent für sich beanspruchen und bleibt somit auf dem selben Niveau wie im Vormonat. Windows 8.1 schließlich sich an diese Entwicklungen an. Linux geht im Dezember 2019 als Gewinner hervor und kann zusätzliche zwei Prozent sichern. Wer also dachte, dass das Ende von Windows 7 einen Ansturm auf Windows 10 zum Jahreswechsel einleiten würde, der irrte stark.

Microsoft ist enttäuscht vom Weihnachtsgeschäft

Noch im Dezember 2018 war das Weihnachtsgeschäft der Grund dafür, dass Windows 7 den ersten Platz auf dem Markt für Betriebssysteme erstmals seit vielen Jahren abgeben musste. Damals nahm Windows 10 diesen Rang als Nachfolger ein. Wie NetMarketShare unter Berufung auf die ausgewerteten Informationen feststellt, ist ein solcher Effekt 12 Monate später nicht mehr zu erkennen. Experten zeigen sich indes verwundert darüber, dass Windows 7 trotz des angekündigten Support-Endes weiterhin konstant stark auf dem Markt vertreten bleibt und Windows 10 dagegen kaum zulegt. Einige Analysten sind vor diesem Hintergrund der Auffassung, dass der Wechsel des Betriebssystems schlichtweg auf Unsicherheit beruht. Trotz eines eher enttäuschenden Dezembers 2019 konnte Windows 10 über das gesamte vergangene Jahr hinweg seinen Marktanteil von weit unter 40 Prozent auf über 50 Prozent erhöhen.

Drei neue Funktionen für den Task Manager von Windows 10

Der Task Manager von Windows ist wohl eine jener Anwendungen, welche die meisten Benutzer auf der ganzen Welt täglich mindestens einmal verwenden. Unter Windows 10 hat sich dieses kleine Systemtool zum Positiven weiterentwickelt. Mit dem nun bevorstehenden Windows-10-20H1-Update will Microsoft dem Task Manager drei neue Funktionen spendieren. Zwei dieser Features sind bereits in dem verfügbaren Windows Insider Build verfügbar. Die dritte Funktion ist laut aktueller Gerücht bislang noch in der Planung.

Anzeige der System-Architektur im Task Manager

Durch die zunehmende Verbreitung von neuen Windows-10-ARM-Geräten wird die Architektur der Systeme für Nutzer ein weitaus höhere Rolle spielen. Microsoft wird deshalb allem Anschein nach in den Task Manager eine Option einbauen, welche es dem Nutzer erlaubt zu erfahren, welche Anwendungen für welche Architektur einer Kompilierung erfahren haben. Insbesondere Anwender von ARM-Geräten soll mit diesem Feature einen besseren Komfort genießen können. Derzeit ist die Funktion noch in keinem Windows Insider Build verfügbar. Gerüchte legen allerdings nahe, dass das Feature nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte.

Anzeige des Disk-Typs im Task Manager von Windows 10

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Anzeige des Disk-Typs im Task Manager, welche bereit im Frühjahr 2020 in Windows 10 integriert sein dürfte. Im Performance-Tab ist demnach eine Anzeige implementiert, welche anzeigt, ob es sich bei der genutzten Festplatte um eine HDD, SSD oder einen andere Technologie handelt. Mit diesem nützlichen Feature können Anwender schnell erkennen, ob die eine SSD verwenden oder das Speichermedium einem Upgrade unterziehen sollten.

Temperaturanzeige für den Grafikchip

Das dritte Feature zeigt im Task Manager die Temperatur der Grafikkarte an. Neben der bereits vorhandenen Anzeige der prozentualen Nutzung und des verwendeten dedizierten Speichers ist die Anzeige eine äußerst nützliche Ergänzung für den Nutzer. Damit eine Anzeige der Temperatur stattfinden kann, muss sich nach Angaben von Microsoft zwingend um eine dedizierte Grafikkarte handeln. Darüber hinaus ist mindestens Version 2.4 von WDDM erforderlich. Erst dann kann dieses Feature über den Task Manager von Windows-10-Anwendern genutzt werden. Aktuelle Planungen sehen vor, dass Microsoft Windows 10 20H1 aller Wahrscheinlichkeit nach im Frühjahr 2020 offiziell veröffentlichen wird. Konkret dürften die Monate April oder Mai hierfür in Frage kommen.