Spiele-Plattform Steam stellt Support für Windows XP und Windows Vista ein

Bereits Mitte 2018 kündigte die Spiele-Plattform Steam die Beendigung der Unterstützung von Windows XP sowie Windows Vista zum Ende des Jahres an. Pünktlich zum Stichtag 1. Januar 2019 setzt Steam seine Ankündigung in die Tat um. Im Vorfeld wurden bereits einige Funktionen, wie zum Beispiel der Steam-Chat, für die beiden Betriebssysteme abgeschaltet.

Für die Nutzung der Spiele-Plattform werden in Zukunft sowohl Funktions- als auch Sicherheitsupdates verlangt, welche erst ab Windows 7 oder eine höhere Version des Betriebssystems verfügbar sind. Angesichts der Marktanteile von XP und Vista ist dieser Schritt durchaus nachvollziehbar und wenig überraschend für die meisten Steam-Nutzer.

Wegen dem Support-Ende können Nutzer der alten Betriebssystemversionen ihr einst gekauften Spiele nicht mehr spielen. Neben einer ausbleibenden Stellungnahme hat Entwickler Valva auch keine Lösung für diesen Umstand angeboten. Bei der Ankündigung Mitte 2018 hieß es hierzu lediglich, dass „Spiele und Produkte“ von Steam unter aktuelleren Windows-Versionen weiterhin zu Verfügung stehen würden.

Die Gründe für einen ausbleibenden Wechsel von Windows XP oder Vista auf einen neueren Ableger haben die Nutzer sicherlich stichhaltige Gründe. Die Verantwortlichen bei Steam schenkten dieser Tatsache allerdings wenig Beachtung im Rahmen ihrer strategischen Überlegungen.

Windows 10 überholt (endlich) Windows 7

Pünktlich zum Jahreswechsel ist Windows 10 nun endlich das meist genutzte Betriebssystem der Welt. Bis dato galt der in die Jahre gekommene Vorgänger Windows 7 als das weltweit beliebteste Betriebssystem. Der Siegeszug von Windows 10 auf den ersten Platz dauert knapp drei Jahre an.

Die Analysten kommen zu dem Ergebnis, dass vor allem das Weihnachtsgeschäft dafür sorgte, dass deutlich mehr Windows-10-Systeme im Dezember verkauft wurden. Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft belegt nun mit einem Marktanteil in Höhe von 39,22 Prozent den ersten Platz. Mit nur wenigen Prozentpunkten weniger (36,9 Prozent) konnte sich Windows 7 den zweiten Platz sichern. Windows 8.1 kommt auf einen Marktanteil von 4,45 Prozent. Mac OS X 10.13 vom Apple kann sich einen Anteil von 2,84 Prozent sichern.

In den vergangenen Jahren waren die Nutzerzahlen von Windows 10 bei rund 700 Millionen gleichbleibend. Bei der damaligen Veröffentlichung des Betriebssystem im Jahr 2015 setzten sich die Redmonder das ambitionierte Ziel, bis Ende des Jahres 2018 eine Milliarde Nutzer für Windows 10 begeistern zu können. Obwohl der reguläre Support für Windows 7 zu Ende ging, hielten lange Zeit viele Nutzer einen wechsel auf das neuere Betriebssystem für ausgeschlossen, wodurch die Nutzerzahlen für Windows 10 stagnierten.

Endspurt für Windows 10

Kurz vor dem Jahreswechsel hat Microsoft einen neuen Patch für alle Nutzer des Windows-Insider-Programms zur Verfügung gestellt. Von den Neuheiten, die es je nach Resonanz ins nächste offizielle Update schaffen, darf also noch in diesem Jahr gekostet werden. Reguläre Windows-10-User müssen sich vermutlich bis April 2019 gedulden. Der – kostenlose und unverbindliche – Einstieg in Windows Insider reizt folglich nicht nur IT-Experten.

Zu den ersichtlichen Neuerungen von Windows 10 19H1, so der Code des kürzlich veröffentlichten Builds, gehören ein neues Startmenü und ein sogenannter Light-Mode. Windows stellt nach einer Optimierungsphase der systeminternen Funktionen demnach die Optik in den Vordergrund. Der Light-Mode, angelehnt an den Dark-Mode, welcher die Akkulaufzeiten mobiler Endgeräte und die Augen der Nutzer schonen soll, bringt ein freundlicheres Design mit sich und erlaubt ein einfaches Anpinnen von Ordnern und Gruppen im Startbereich. Dieser soll ebenfalls überarbeitet werden: Icons zum Ein- und Ausschalten verschiedenster Dienste und ein neu konzipierter Explorer gehören zu den Errungenschaften des neuesten Builds.

Des Weiteren werden in der Vorabversion Passwortzugänge des Sicherheitscenters gebündelt und durch die Funktionen des hausinternen Sicherheitssystems Hello sowie den sogenannten Security-Keys flankiert. In puncto Sicherheit plant Microsoft offensichtlich einen weiteren Richtungswechsel – oder zumindest eine kleine Kursanpassung. Die Funktion Tramper Detection soll eine Art Selbstschutz beinhalten. Ob diese lediglich in- und/oder externe Apps überwacht oder zugleich die Defender-Aktivitäten verwaltet, lässt Microsoft offen.

Office-App – Neue Windows-App von Microsoft

Nachdem sich der Aufruhr um Datenschutz und Update-Fehler gelegt hat macht Microsoft nun mit einer neuen App für Windows 10 auf sich aufmerksam. Diese soll zukünftig die bestehende „Mein-Office-App“ für Microsoft 365 in den Ruhestand schicken und mit neuen und besseren Funktionen aufwarten.

Mitte 2019 wird Microsoft die „Office-App“ auf den Markt bringen. Zur Nutzung dieser ist es notwendig ein Office-365-Abo, Office 2019, Office 2016 oder Office Online zu besitzen. Kosten soll die App allerdings nichts. Bei Nutzern der bestehenden „Mein-Office-App“ wird diese, durch ein Update, automatisch ersetzt werden. Neue Produkte von Microsoft werden die „Office-App“ ab Sommer 2019 schon im Programm haben. Für ausgewählte Microsoft Insider ist sie schon jetzt verfügbar.

Durch die Erneuerung soll den Usern der Umgang mit den Office Produkten, durch die Zusammenfassung mehrerer Programme in einer Anwendung, erleichter werden. Eine übersichtliche Ansicht ermöglicht es den Usern mit nur einem Klick zwischen den, in der Office App geöffneten Programmen, zu wechseln. Der Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Daten ist direkt in der App möglich und auch die „Microsoft-Search“ Funktion ist inkludiert.

Die „Office-App“ lehnt sich an die Office.com Website an, die bei den Usern seit der Überarbeitung gut ankommt.

Windows 10 Datenschutzprobleme gründen in Bezeichnungsfehlern

Anfang dieses Jahres wurde Microsoft dazu aufgefordert seine Datenschutz-Einstellungen zu überarbeiten. Die begrenzten Möglichkeiten in diesem Bereich wurden von mehreren Ländern und Usern stark kritisiert. Jetzt hat Microsoft eine Erklärung für die Fehler gefunden.

Der Aufforderung der User die Datenschutz-Einstellungen betreffend kam Windows nach und veröffentlichte ein Update um gleich danach wieder scharf in der Kritik zu stehen. Geänderte Datenschutz-Einstellungen wurden ignoriert und das Versenden nicht notwendiger Daten aus den Aktivitätsprotokollen von Usern ging ungehindert weiter. Als Folge musste Microsoft das Update zurück ziehen. Fragen um die Qualitätskontrolle des Unternehmens wurden laut. Mit öffentlichen Stellungnahmen versuchte sich Microsoft den unzufriedenen User zu erklären. In dieser wurden Aktualisierungen und Qualitätskontrollen erläutert jedoch keine Begründung für die Fehler im Update genannt.

Diesen scheint Microsoft jetzt gefunden zu haben. Die Mängel im Update wurden wohl durch einen „Bezeichnungsfehler“ ausgelöst. So werden im Betriebssystem Windows 10 die gleichen Begriffe verwendet wie im Datenschutz-Dashboard. Jedoch verstehen die beiden Systeme darunter nicht die selben Daten. Ein neues Update verspricht Besserung.

Um bis dahin Daten vor dem Versenden zu schützen müssen User bei allen angemeldeten Geräten einzeln die Standard-Einstellungen für die Diagnosedaten wählen. Einstellungen an einem Gerät gelten bisher nur auf eben diesem und werden nicht über den Microsoft-Account für andere Geräte des selben Nutzers übernommen.