Microsoft plant den automatischen Rollback fehlerhafter Updates

Es ist ein echtes Ärgernis, wenn sich Microsoft Updates, die eigentlich Besserung hinsichtlich Stabilität, Sicherheit und Performance bringen sollen, als fehlerhaft herausstellen. Bis dato hat sich Microsoft mit einem mehr oder weniger zeitnahen Workaround aus der Affäre gezogen. Doch der Schaden war bereits angerichtet und die Nutzer verstimmt. Abhilfe soll nun die automatische Deinstallation problembehafteter Updates bringen.

Meldungen über Microsoft-Updates, die ungewollt Daten manipulieren, merkwürdige Effekte erzeugen oder ganze Systeme zum kompletten Erliegen bringen, geistern immer wieder durch die Medien. Betroffene haben zumeist zwei Möglichkeiten, den Schaden zu beheben. Entweder stellt Microsoft einen Patch bereit, oder man nutzt die Systemwiederherstellung und bringt sein System auf einen alten funktionierenden Stand. Die Wiederherstellung ist jedoch in Windows 10 gar nicht mehr vorgesehen und so sind Nutzer auf die Reaktionsschnelligkeit von Microsoft angewiesen.

Wenn der Boot-Vorgang scheitert, soll das neue Feature problematische Systemdateien-Updates, Hotfixes, Service Packs oder Gerätetreiber erkennen und automatisch deinstallieren. Dies greift jedoch erst, nachdem Windows Diagnosetools erfolglos angewendet hat und andere Fehlerquellen ausgeschlossen wurden. Die fehlerhaften Updates werden dann für 30 Tage deaktiviert, um nicht erneut automatisch installiert zu werden. Im Moment ist die Funktion nur für Nutzer des Windows 10 Insider Previews mit der Nummer 18351 verfügbar.

Update auf Windows 10, da das Ende von Windows 7 naht

Microsoft hat bekanntgegeben, dass aufgrund des nahenden Lebenszyklusendes (EOL) von Windows 7 am 14. Januar 2020 Nutzer ab diesem Zeitpunkt keine Updates mehr beziehen können. Matt Barlow von Microsoft empfiehlt ein Update auf Windows 10 und erwähnt, dass die Anschaffung modernerer Geräte für den Nutzer sinnvoll sein kann. Ab April sollen entsprechende Hinweise an Nutzer von Windows 7-Systemen ergehen, ähnlich denen, die zur Einführung von Windows 10 als Popups zwangsverteilt worden sind. Diese sollen aufgrund des damaligen negativen Feedbacks der Nutzer jetzt besser abschaltbar sein. Diese Kampagne dürfte gleichzeitig mit der Bereitstellung des halbjährlichen Frühlingsupdates für Windows 10 (1903) starten.

Die Beliebtheit von Windows 7, welches schätzungsweise immer noch auf ungefähr einem Drittel aller Windows-Systeme ausgeführt wird, entwickelt sich zu einer spannenden Angelegenheit. Während Microsoft für Unternehmenskunden, die nicht von Windows 7 abrücken wollen, gegen Bezahlung weiteren Support über 2020 hinaus anbietet(ESU), sollen Privatkunden auf Windows 10 updaten. Hier soll es keine kostenfreien Updates geben wie damals zur Einführung von Windows 10. Es wird allerdings spekuliert, ob in einigen Fällen die Eingabe eines originalen Windows 7 Keys ausreicht, ein frisches Windows 10 Update zu aktivieren.

Leistungssteigerung durch Retpoline-Technik

Mit dem Update KB4482887 hat Microsoft ein Update herausgebracht, mit dem man durch die sogenannte Retpoline-Technik die Performance von Windows 10 massiv erhöhen kann. Durch diese Technik werden die Auswirkungen der Spectre-Updates für die CPU deutlich, von bis zu 30 Prozent auf ungefähr 2 Prozent gesenkt.

Diese Technik wird momentan jedoch nicht automatisch aktiviert, sondern erst in näherer Zukunft. Microsoft hat jetzt aber eine Anleitung herausgegeben, mit der man die Retpoline-Technik manuell aktivieren kann. Auf Client-Windows-Systemen und Server-Systemen sind zwei Änderungen in der Registry notwendig. Nachdem man diese geändert hat muss das Endgerät neu gestartet werden.

Diese Technik ist aktuell noch mit Vorsicht zu genießen. Viele Gamer beklagen einen starken Leistungsabfall bei Spielen wie Call of Duty 4 oder Destiny 2. Daher warnt Microsoft davor die Retpoline-Technik jetzt schon anzuwenden. Es ist noch nicht ganz klar, ob das Problem wirklich durch diese Technik verursacht wird. Microsoft bestätigt, dass man an dem Problem arbeite und die nächsten Updates Hilfe schaffen werden.

Microsoft stellt HoloLens 2 auf dem MWC 2019 vor

Mobile World Congress 2019, hier treffen sich die Technologieriesen der heutigen Zeit und stellen ein technisches Highlight nach dem nächsten vor. Hauptmerkmale liegen hier auf Smartphones und Gadgets, doch Microsoft zaubert eine Weiterentwicklung aus dem Hut, mit der nur wenige gerechnet haben.

Bereits 2015 stellte Microsoft die erste Version der HoloLens vor. Die Mixed Reality Brille kombiniert das reale Leben mit Inhalten aus der digitalen Welt und das ganz ohne, dass sich der Nutzer sein Smartphone vor sein Gesicht halten muss.

4 Jahre später zeigt die Firma aus Redmond die neuste Version ihres coolen Gadgets. Mit besserem Display und optimierten Tracking Funktionen kann die Brille jetzt zusätzlich die Bewegungen von Händen und Augen erfassen. Somit fällt in Kombination mit Spracherkennung die Nutzung eines gesonderten Controllers weg. Die Anwender haben also ganz neue Möglichkeiten der Interaktion.

Die Augenerkennung bietet dabei nicht nur eine Entsperrung per Iris Erkennung, sondern auch Features wie Anpassung der Scrollgeschwindigkeit an das aktuelle Lesetempo. Die Handerkennung erkennt nicht nur Bewegungen, sondern 21 individuelle Zeichen, um auch komplexere Anwendungen gut bedienen zu können.

Weiterhin wurde die Displayauflösung weiter verbessert. Leider ist insgesamt aber auch der Preis gestiegen. Mit rund 3500 US Dollar werden die wenigsten Nutzer direkt zum Kauf wechseln. Trotzdem bleibt es eine spannende Entwicklung und es lohnt sich den Bereich im Auge zu behalten.

Kostenlose Office-App für Windows 10

Microsoft bietet zukünftig eine neue App mit dem schlichten Namen „Office“ an. Die neue Anwendung soll die bisherige „Mein Office“-App ersetzen. Sie wird Windows 10-Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Bereits im Dezember 2018 stellte Microsoft die neue Anwendung vor, jedoch wurde sie zunächst nur von Windows-Insidern getestet. Der US-Konzern hatte bemerkt, dass einige Anwender lieber office.com anstatt die „Mein Office“-App nutzten. Deshalb reagierte Microsoft und begann mit der Entwicklung der neuen App, die eine Art Web-App von office.com darstellen wird. Im Gegensatz zu „Mein Office“ wird die neu App den Nutzern Zugriff auf ausnahmslos alle Microsoft Office-Funktionen bieten. Darüber hinaus bietet die neue Software schnellen Zugriff auf zuletzt bearbeitete Dateien, den Skype-Messenger, den Kalender sowie die gespeicherten Kontakte.
Microsoft hat angekündigt, dass die Veröffentlichung der neuen App noch einige Wochen dauern wird. „Office“ wird als Update der „Mein Office“-App über den Microsoft Store verfügbar sein.