Windows 10 blockiert den Verbindungsaufbau zu alten Routern

Alle jene Nutzer, die zu Hause nach wie vor einen alten Router nutzen, könnten demnächst erhebliche Probleme beim Aufbau einer Verbindung ins Internet bekommen. Unter Windows 10 werden bestimmte Router-Modelle in Zukunft nicht mehr Unterstützt. Laut einer offiziellen Mitteilung von Microsoft handele es sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme gegenüber Funkverbindungen, welche als unsicher eingestuft und aus diesem Grund block werden. Ganz konsequent scheinen die Redmonder jedoch nicht zu sein, da sich die „Sperre“ leicht umgehen lässt.

WEP- und TKIP-Protokoll sind betroffen

Verwendet ein WLAN bzw. der Router für den Verbindungsaufbau einer WEP- oder TKIP-Verschlüsselung, wird Windows 10 den Zugang zum Internet nicht mehr zulassen, wie es verschiedene Medien unter Berufung auf eine Mitteilung von Microsoft berichten. WEP gilt mittlerweile als äußerst unsicher und sollte nach Auffassung von IT-Experten ohnehin nicht mehr zum Einsatz kommen. Hacker benötigen in der Regel nur wenige Handgriffe, um die WEP-Verschlüsselung auszuhebeln. Das ebenfalls betroffene TKIP-Protokoll gilt unter IT-Fachleuten als Alternative zu WEP, weshalb auch hier jede Menge Schwachstellen vorzufinden sind. Beide Verschlüsselungsarten werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bei in die Jahre gekommenen Routern eingesetzt.

Microsoft warnt Nutzer seit dem Mai-Update

Microsoft gab bereits in Verbindung mit seinem Veröffentlichten Mai-Update für Windows 10 eine entsprechende Warnung heraus. Damals hieß es, dass „das System“ „in einem zukünftigen Release“ keine WEP- sowie TKIP-Verschlüsselung mehr unterstützen werde. Stattdessen sollen Windows-10-Nutzer ihre Router auf WPA2- oder WPA3-Verschlüsselung umstellen. Zu welchem Zeitpunkt genau Windows 10 ältere Router blockiert, verschweigt Microsoft hingegen beharrlich.

In der Regel lässt sich die verwendete Verschlüsselungsmethode über das interne Menü des Routers allerdings leicht ändern. Anwender müssen hierzu ihren Browser öffnen und die IP-Adresse/URL des Routers eingeben, um zu dessen Menü zu gelangen. Im Anschluss fragt das Gerät die Zugangsdaten ab. Üblicherweise kann die Auswahl einer neuen Verschlüsselungsmethode über den Menüpunkt „WLAN“ oder „Internet“ getroffen werden. Nutzer, welche diese Auswahl nicht zur Verfügung haben, besitzen einen alten Router, welcher aus Gründen der Sicherheit umgehend gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden sollte.

Drastische Schritte von Microsoft

Die Kritik an der Entscheidung von Microsoft hat vermutlich ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht. Fakt ist jedoch, dass die IT-Sicherheit sowohl in Unternehmen als auch in privaten Haushalten einen großen Stellenwert genießen sollte, weshalb der Einsatz neuer Technologien keineswegs falsch sein dürfte.

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