Bei Microsoft heißt es dieses Jahr nicht „April April“

Bei Microsoft wird dieses Jahr eine Tradition zu Grabe getragen. In einem offiziellen Statement hat Marketing-Chef Chris Capossela alle Mitarbeiter angehalten, öffentlichkeitswirksame Aprilscherze zu unterlassen. Seine Begründung hierfür ist durchaus nachvollziehbar. Derlei Scherze haben in den meisten Fällen weniger positive Außenwirkung als erhofft.

In den vergangenen Jahren haben Mitarbeiter bei Microsoft stets Hirnschmalz investiert, um am 1. April möglichst originelle und zugleich glaubwürdige Spaßmeldungen im Namen des Unternehmens zu posten. So überraschte eine Meldung im Jahr 2015, dass der Konzern nun MS-DOS mobile als App für das Windows Phone veröffentlicht hat, um mehr Nutzer zu überzeugen. Sicher eine lustige Idee, dürfte das bei der oberen Etage aber angesichts der desaströsen Marktsituation einen sauren Beigeschmack erzeugt haben.

Capossela schreibt, dass obgleich oft viel Kreativität in die Scherze gesteckt würde, deren positiver Output sehr begrenzt ist. Auswertungen haben ergeben, dass sie eher nach hinten als nach vorne losgehen. In einer Zeit, in welcher Fake-News zur Tagesordnung gehören, braucht man nicht zusätzlich noch solche Meldungen. Tatsächlich haben die Versuche von Unternehmen, auf Bestellung lustig zu sein, oftmals ein geteiltes Echo. Somit kommt diese sehr kurzfristige Notbremse doch gar nicht so überraschend.

Frühjahrs-Update für Windows 10 enthält noch einige Fehler

Derzeit haben Teilnehmer des Windows-Insider-Programms die Möglichkeit, eine Vorabversion des Frühjahrs-Updates für Windows 10 etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie einige Tester nun festgestellt haben, gibt es ein paar eklatante Probleme mit der Installation des Update-Pakets. Dies dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass Microsoft den Release-Termin für das Frühjahrs-Update etwas nach hinten verschiebt.

Im Rahmen der Testphase haben die Windows-Insider-Teilnehmer unterschiedliche kumulative Updates sowie neue Builds erhalten. Alle Versionen fallen unter die Bezeichnung „19H1“. Das jüngste Update mit der Build-Nummer 18362 ist jedoch allem Anschein nach mit Problemen bei der Installation behaftet, wie nun auch Microsoft in einem eigenen Blog-Beitrag einräumte.

Bis die Probleme von den Microsoft-Entwicklern nicht behoben wird sind, wir das Build vorerst nicht mehr angeboten, wie Microsoft mitteilte. Wann mit einer Behebung der Fehler in der Installationsroutine zu rechnen ist, lies der Konzern bisweilen offen. Microsoft ist daher gezwungen, den Release-Termin für das Frühjahrs-Update nach hinten zu verschieben.

Windows-10-Rechner erhält eigenen Anzeigemodus für Graphen

Bereits Anfang März 2019 hat Microsoft den Windows-Rechner zu einem Open-Source-Projekt erklärt und konnte sich auf diese Weise Zuspruch aus der Community sichern. Erste große Verbesserungen sind nun für den Taschenrechner erhältlich: Im Umgang mit Fragestellungen aus der Algebra, soll ein speziell entwickelter Anzeigemodus für Graphen sowohl Schülern als auch Lehrern helfen.

Microsoft hatte zuvor den Quellcode für den Windows-10-Taschenrechner auf der Plattform „GitHub“ zur Verfügung gestellt. Die Offenheit von Microsoft gegenüber der Open-Source-Gemeinde hat sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt durch erste Verbesserungen ausbezahlt.

Insgesamt erhielt Microsoft weit über 30 Vorschläge von motivierten Entwicklern. Die Einführung eines Anzeigemodus für Graphen für Schüler und Lehrer empfand Microsoft als eine sehr wichtige auch notwendige Verbesserung für die Zukunft. Mathematische Gleichungen können also schon bald in einem Koordinatenprogramm bildlich dargestellt werden.

Ziel des Features ist es, dass Schüler ein besseres Verständnis für Algebra bekommen. Vor allem in den USA sorgt dieses mathematische Teilgebiet dafür, dass zahlreiche US-Schüler im Fach Mathematik durchfallen.

Windows 7 – das Ende naht

Nach etwas mehr als 10 Jahren Laufzeit wird Microsoft den Support für Windows 7 am 14. Januar 2020 einstellen. Damit das auch jeder mitbekommt, soll nun eine Benachrichtigung den Nutzer darauf hinweisen. Bei einigen werden da die Alarmglocken schrillen, da das Szenario irgendwie bekannt klingt. Dieses Mal soll sich der Hinweis aber unkompliziert deaktivieren lassen.

Es ist schon wieder soweit. Eben sind wir noch vom geliebten XP oder dem unsäglichen Vista auf das neue und frische Windows 7 umgestiegen. Nun gehört auch das zum alten Eisen und soll in Rente geschickt werden. Nur für Enterprise-Nutzer werden weiterführende Sicherheitsupdates bereitgestellt – gegen einen gewissen Obolus.

Beim Thema Update-Hinweis werden sich viele an das PR-Desaster aus dem Jahr 2016 erinnern, bei welchem etliche Rechner, vom Besitzer ungewollt, in Form des GWX-Tools auf Windows 10 umgestellt wurden. Doch Microsoft hat zugesagt, dass der Hinweis nur ein paar Mal erscheint und sich deaktivieren lässt.

Wer davon nichts wissen will, kann einfach das Update KB4493132 deaktivieren. Darüber wird die Benachrichtigung installiert. Das ändert aber nichts daran, dass ab dem Stichtag Windows 7-Systeme zunehmend unsicherer werden. Ein Umstieg ist somit unumgänglich. Noch lässt sich Windows 10 mit dem alten 7er-Schlüssel installieren.

Windows 10 Insider Preview Build 18358

Windows 10 Preview: Defender für Chrome und Firefox

Die aktuelle Microsoft Preview für Windows 10 enthält eine überarbeite Version des Defenders, der sich besser mit Browsern von Drittherstellern verzahnt. Ganz ohne den Edge-Browser geht es allerdings noch nicht.

Windows Update: Erweiterungen für Browser

Die neueste Microsoft Preview von Windows 10, Build 18358, bietet eine aktualisierte Variante der Sicherheitssoftware, welche mit einer erweiterten Browser-Erweiterung daherkommt. Der sogenannte Application Guard baut weiterhin auf Edge auf, funktioniert in Build 18358 aber auch mit anderen Browsern wie Chrome oder Firefox.

Wenn die Erweiterung registriert, dass eine unsichere Internetseite abgerufen wurde, öffnet sie eine isolierte Edge-Sandbox. Falls Nutzer die entsprechende Internetseite in eine Liste von vertrauenswürdigen Adressen aufnehmen, erfolgt der Aufruf im eigentlichen Browser. Damit das Feature funktioniert, ist ein aktivierter Windows Defender und die passende Browser-Erweiterung erforderlich.

Sicherheitsupdate: Integration innerhalb von Wochen

Browserspezifische Erweiterungen gibt es bereits für Chrome und Firefox. Laut Angaben von Microsoft soll später noch ein Feature hinzukommen, dass das Zurückwechseln zum favorisierten Webbrowser automatisiert, wenn Nutzer auf einer bekannten oder sicheren Internetseite surfen.

Das Windows Defender Update gehört zur Build 18358 Preview, weswegen es der breiten Masse an Windows 10 Nutzern noch nicht zur Verfügung steht. Derzeit befindet sich die Erweiterung in der Testphase. IT-Experten erwarten aber, dass die Änderungen innerhalb der nächsten Wochen mit den Windows-Updates auf die entsprechenden Rechner gelangen.

Quelle: Microsoft