Der Betrug mit dem Movie Maker

Programme zum Download sollte man beim Original Hersteller beziehen, das gilt auch für den Movie Maker von Microsoft. War er bis zum OS Windows Vista noch fester Bestandteil des Betriebssystems, so war er bereits unter Windows 7 nur noch als Download erhältlich. Als Redmond den Support unter den Windows Live Essentials im Januar 2017 einstellte, fingen die Probleme an.

Externe Downloads sind ein gefundenes Fressen für Hacker, vor allem wenn es sich um so beliebte Tools wie den Windows Movie Maker handelt. Er ist einfach zu handhaben und vor allem bei weniger versierten Usern oder Anfängern sehr beliebt.
Kein Wunder also, dass Betrüger einen fingierten Download dazu nutzen, um mit einer angeblichen Bezahlversion des Movie Makers Profit zu machen.
Dank des unzuverlässigen Google-Rankings erscheint der Download ganz oben in der Liste der Suchergebnisse. Das Sicherheitsunternehmen ESET handelt den falschen Download mit dem Namen Win32/Hoax.MovieMaker schon unter den Top Drei der momentan vorherrschenden Computerschädlinge.
Wer sich den falschen Movie Maker herunterlädt, erhält großzügigerweise zunächst eine dreißigtägige Probeversion, danach wird der User zur Kasse gebeten. Arglose Nutzer, die nicht wissen, dass das Videobearbeitungstool generell kostenfrei ist, fallen darauf herein.
Wer sich das Hoax-Programm eingehandelt hat, sollte es sofort und vollständig deinstallieren. Zur Sicherheit wird empfohlen, das System ausgiebig auf andere Viren zu durchsuchen.

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