Microsoft mit über 5 Mrd. USD Quartals-Gewinn

Anlässlich neuer Technologien und einem noch recht jungen Betriebssystem waren sowohl Anleger als auch die Führungsetage von Microsoft besonders auf die Quartalszahlen gespannt. Nun sind sie bekannt: Das Unternehmen aus Redmond verbucht für das vergangene Quartal bei einem Gewinn von 5,24 Milliarden US-Dollar einen Umsatz von satten 18,53 Milliarden US-Dollar.

Im gleichen Vorjahreszeitraum notierte Microsoft noch einen Umsatz von 16,01 Milliarden und einen Gewinn von 4,47 Milliarden US-Dollar. Das erfreuliche Wachstum führen die hausinternen Analysten mitunter auf die Vorverkäufe von Windows 8.1 zurück. Für das Surface wurden im aktuellen Quartalsbericht 400 Millionen US-Dollar angegeben. Auf der Ausgabenseite schlägt das Surface allerdings mit 946 Millionen Dollar zu Buche. Hohe Betriebskosten, ein größerer Mitarbeiteraufwand in den Rechenzentren sowie Entwicklungskosten seien hierfür maßgeblich verantwortlich.

„Noch-CEO“ Steve Ballmer zeigte sich angesichts dieser Zahlen erfreut und erläuterte, dass die Zusammenführung von Diensten und der Geräte-Sparte Fortschritte mache. Er gab zudem einen Ausblick in die nahe Zukunft. So sollen neue Produkte für den Privat- als auch Businessbereich veröffentlicht werden. Schwerpunktmäßig ging Ballmer bei seinen Ausführungen auf die Expansion im sogenannten Enterprise Market ein.

AMD-Prozessoren mit Windows 8.1 knapp 10% schneller

Nachdem das neue Windows-Update 8.1 veröffentlichte wurde, befasste sich der Chip-Hersteller AMD hinsichtlich der Leistungsfähigkeit seiner Prozessoren mit dem überarbeiteten Betriebssystem von Microsoft. Im Fokus standen insbesondere AMD-Prozessoren mit integriertem Grafikkern. Bei diesen Modellen konnte der Hersteller eine kleinen Leistungsschub im Rahmen seiner Versuche verzeichnen.

AMD teilte auf seinem Blog mit, dass eigens entwickelte APUs, wie zum Beispiel der A10 6800K, durch das kürzlich veröffentlichte Windows-Update etwas schneller sind. Im Juni 2013 führte der Chip-Hersteller unter der damaligen Windows-Version eine erste Testreihe durch. Im Vergleich zu den dort ermittelten Ergebnissen sind die Prozessoren mit integriertem Grafikkern unter Windows 8.1 um 9,5 Prozent schneller.

AMD stellte bei seinen Performance-Versuchen fest, dass allein der passende Treiber selbst für sechs Prozent verantwortlich. Als Grund für den zusätzlichen Geschwindigkeitsschub gab AMD an, dass gemeinsam mit Microsoft an den „Rohrleitungen“ des Betriebssystems intensiv gearbeitet wurde. So wurde das Zusammenarbeit zwischen AMD-Hardware und wichtigen Softwarekomponenten optimiert.

Surface-RT Emergency-Image

Bei einigen Surface-RT-Tablets konnte Microsoft feststellen, dass sie die Installation von Windows RT 8.1 nicht vollständig meistern. Schlimmer noch: Zu Ungunsten des Benutzers gibt es Probleme beim Boot-Vorgang, sodass das Tablet für den ersten Moment unbrauchbar ist. Die Entwickler des Software-Konzerns stellen haben nun ein umfangreiches Rettungs-Image für alle Betroffenen bereit.

Ein 3,7 Gigabyte großes Emergency-Image soll das Boot-Problem auf vielen Surface-Tablets, welche mit der neuen Version bestückt wurden, aus der Welt schaffen. Das Image hört auf den Namen „Surface RT Recovery“. Microsoft gestaltet die Suche nach diesem Rettungspaket etwas kompliziert. Bislang ist das RT-8.1-Image ausschließlich im US-amerikanischen Download Center des Herstellers erhältlich. Zudem wurde es nicht als Windows-Produkt kategorisiert, sondern als „Other“, wodurch viele Benutzer zunächst fehlgeleitet werden. Microsoft empfiehlt deshalb, in der Suchmaske „Surface RT Revocery“ einzugeben, um schnellstmöglich und zugleich ein eindeutiges Sucherergebnis zu erhalten.

Für die Installation des Recovery-Images benötigt der Anwender einen USB-Stick mit einer Mindestgröße von vier Gigabyte und einer FAT32-Formatierung. Um das Prozedere so unkompliziert wie möglich zu gestalten, hat Microsoft für die Rettung von Windows RT 8.1 eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in Form einer PDF-Datei verfasst, welche im Downloadpaket des Images inbegriffen ist.

Neues Windows 9 angeblich erst 2015

Eigentlich sollte die nächste Windows-Version im kommenden Jahr erscheinen. Nun scheint Microsoft seine Pläne zu ändern. Dies berichtet zumindest die Insiderin Mary Jo Foley, die ansonsten außergewöhnlich gut über die internen Pläne des Unternehmens informiert ist. Die Expertin geht davon aus, dass Windows 9 nicht vor 2015 auf den Markt kommen wird.

Windows hat gerade sein großes 8.1 Update veröffentlicht, schon wird im englischsprachigen Raum über den Nachfolger spekuliert. Doch nun soll eine neue Variante des Betriebssystems angeblich erst in zwei Jahren erscheinen. Dies schreibt die Microsoft-Expertin Mary Jo Foley, die sich auf verschiedene Quellen beruft, die für das Unternehmen aus Redmond tätig sind. Foley führt das neue Veröffentlichungsdatum auf Veränderungen innerhalb der Betriebssystem-Division bei Microsoft zurück, die seit kurzem von Terry Myerson geleitet wird. Zahlreiche Experten waren zuvor davon ausgegangen, dass bereits im kommenden Jahr ein neues Windows Betriebssystem erscheint.

Im kommenden Frühjahr soll stattdessen ein weiteres Update für Windows 8 auf den Markt kommen. Foley berichtet, dass dann ein Service Pack 1 für die Windows 8.1 veröffentlicht wird. Bis zum nächsten Betriebssystem will sich Microsoft zwei Jahre Zeit lassen. Dabei sollen verschiedene Windows-Varianten verschmolzen werden. So könnten Entwickler ihre Programme zugleich für die Windows-Telefone und Tablets entwickeln. Letztendlich könnten sogar einheitliche Versionen der Programme erscheinen, die auf verschiedenen Geräten funktionieren.

Die Quellen der Microsoft-Insiderin Mary Jo Foley berichten außerdem, dass das neue Windows 9 frühestens im zweiten Quartal 2015 erscheinen soll. Ob sich diese Prognose bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Noch sind es Gerüchte, die nicht von Microsoft kommentiert wurden.

Windows 8.1 sorgt für Probleme bei Gamern

Große Aufregung in der Gamerszene. Allem Anschein nach verursacht das erst kürzlich erschienen Windows 8.1 „massive Maus-Lags“ in verschiedenen Spielen. Der Schwerpunkt der betroffenen Spiele konzentriert sich offenbar auf Shooter der neuesten Generation. Die zunächst haltlose Behauptung scheint sich als Wahr zu entpuppen. Mittlerweile berichten mehrere Gaming-Blog über diesen Missstand.

Renommierte Ego-Shooter, wie zum Beispiels „Metro 2033“, „Deus Ex: Human Revolution“ oder S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat, sollen mit der neu veröffentlichten Version des Betriebssystems nicht mehr spielbar sein. Betroffen seien vor allem Spiele, die für das Auslesen etwaiger Mausbewegungen nicht den „Raw-Input“ nutzen. Die Vermutung liegt nahe, dass der US-amerikanische Software-Hersteller bei Windows 8.1 das Auslesverfahren für die Positionsbestimmung des Mauszeigers verändert hat. Hardwareseitg machen insbesondere Gaming-Mäuse, die eine hohe DPI-Zahl aufweisen, enormen Schwierigkeiten.

Einfallsreiche Anwender und Software-Experten arbeiten derzeit an einer Lösung, wie das Problem in naher Zukunft umgangen werden kann. Auf diversen Blogs ist indes zu lesen, dass der angestrebte Lösungsansatz das Problem bzw. dessen Ursache nicht vollständig eliminiert. Ob ein offizieller Fix von Microsoft erscheinen wird oder der jeweilige Spieleentwickler selbst tätig wird, bleibt vorerst unklar.