Update-Version 1903 für Windows behebt VPN- und Audio-Probleme

Das bereits im Mai 2019 veröffentlichte Windows-10-Update erhält mit Version 1903 nun ein weiteres kumulatives Update. Im Fokus der Fehlerbehandlung stand insbesondere die Behebung von Problemen im Bereich von PostScript-Druckern, von VPN-Netzwerken sowie von Audio-Wiedergaben.

Die nun bearbeiteten Fehler waren allesamt bei Microsoft seit längerer Zeit bekannt, sodass viele Nutzer von einer hohen Qualität beim veröffentlichten kumulativen Update ausgehen und keine Folgefehler zu erwarten sind. Wie aus dem veröffentlichten Support-Dokument hervorgeht, behandelt das dritte Update mit der laufenden Nummer KB4517211 eine Vielzahl unterschiedlicher Probleme und fällt entsprechend Umfangreich aus. Darüber hinaus haben die Entwickler einige Verbesserungen in das Update implementiert, welche allesamt in Verbindung mit dem Mai-Update für Windows 10 stehen.

Mit der neuesten Systemaktualisierung befindet sich Windows 10 mittlerweile auf der Buildnummer 18362.387. Microsoft selbst empfiehlt den Anwendern, zunächst die neueste Version des so genannten Service Stack Updates (SSU) zu installieren, bevor sie das kumulative Update installieren. Die aktuelle SSU wird allen Nutzern automatisch über die Updaten-Funktion von Windows 10 angeboten.

Handy-Bildschirm auf PC-Bildschirm übertragen – kabellos!

Den Handy-Bildschirm kann man nun auf den PC-Bildschirm kabellos übertragen. Dazu werden Windows 10 sowie ein Andoid-Handy benötigt und es funktioniert ganz einfach!
Es ist nicht notwendig, eine App zu installieren oder irgendetwas zu modifizieren. Früher benötigte man die Nutzung von verschiedenen Apps, wie beispielsweise AirDroid, oder einen Adapter, um auf dem PC den Handy-Bildschirm zu sehen. Mithilfe des neuen Windows 10 und Android 5 (oder höher) sind solche Apps nicht mehr nötig. Windows 10 muss so eingestellt werden, dass das Projizieren des Bildes von anderen Geräten möglich ist. Das kann man in den Einstellungen des PCs finden und durch wenige Klicks aktivieren. Am Handy muss die Funktion „Wireless projection“ aktiviert und der PC gefunden werden. Nach dem gegenseitigen Verbinden ist es möglich, das Handy über den PC zu bedienen. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Fotos und Videos auf einem großen Bildschirm ansehen, denn ein Handy-Display ist dafür zu klein.

Auf 900 Millionen Geräten ist Windows 10 installiert

Yusuf Mehdi, Vize-Präsident von Modern Life, Search & Devices Group bei Microsoft, teilte mit, dass Windows 10 nunmehr auf rund 900 Millionen Endgeräten weltweit installiert sei. Allein in den vergangenen zwölf Monaten seien mehr Windows-10-Geräte hinzugekommen als es je zuvor der Fall in einem vergleichbaren Zeitraum gewesen sei. Die neuen Zahlen schließen sowohl PC-Systeme als auch Notebooks sowie Hololens, Tablets, den Surface Hub und die Xbox One ein.

Im Mai 2019 hatte Microsoft bzw. Windows 10 die 800-Millionen-Marke geknackt. Der überaus deutliche Anstieg bei der Verbreitung des Betriebssystem dürfte insbesondere mit der Tatsache zusammenhängen, dass Windows 7 am Januar 2020 sein Support-Ende erreicht hat. Sofern der Trend von Windows 10 anhält, dürfte es also nicht mehr lange dauern, bis die erste Milliarde erreicht ist.

Allerdings hatte Microsoft für September 2018 das Ziel von einer Milliarde Windows-10-Installationen angesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war das Betriebssystem jedoch „nur“ auf rund 700 Millionen Geräten installiert. Ein wesentlicher Grund für die Nichterreichung des gesteckten Ziel ist nach Meinung zahlreicher Experten die Einstellung von Windows 10 Phone und der damit zusammenhängende Boom auf dem Smartphone-Markt. Darüber hinaus scheinen Windows-7-Nutzer mit ihrem Betriebssystem zufrieden zu sein und zögern die Umstellung so lange wie nur möglich hinaus.

Ein Ex-Microsoft-Mitarbeiter weiß, wieso Windows-10-Updates stets Fehler aufweisen

Jerry Berg war jahrelang als Senior Software Developer (SDET) bei Microsoft angestellt und weiß, warum Windows 10 immer wieder mit Fehlern zu kämpfen hat. Er hat diesbezüglich ein Video hochgeladen und hofft, dass sich das Unternehmen aus Redmond das anschaut und zu Herzen nimmt.

Die Testverfahren haben sich geändert

Steht ein neues Update für Windows 10 an, dann ist es zum Teil wie in der „Lotterie“. Mit Glück funktioniert der PC nach der Installation wie gewohnt, mit Pech treten Probleme auf. Laut Jerry Berg liegt es daran, weil Aktualisierungen heute fast nur mehr über Virtualisierungen getestet werden. Umfangreiche Hardwaretests gibt es nicht mehr, sodass es je nach PC-Konfiguration tatsächlich zu Problemen kommen kann. Ein weiterer Faktor: Das meiste Feedback, in Bezug auf die unterschiedliche Hardware, wird über das vielen bekannte Windows 10 Insider Programm eingeholt. Grundsätzlich eine gute Sache, allerdings ist man hier auf die Mitarbeit der Nutzer angewiesen. Werden entdeckte Fehler nicht gemeldet oder nicht umfangreich dokumentiert, dann kann das Entwicklerteam nur wenig damit anfangen.

Es bleibt zu hoffen, dass Microsoft den Ablauf überdenkt und in Zukunft „sichere“ Updates zur Verfügung stellt.

Ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter gibt Grund für Windows-10-Update-Desaster preis

Ein laut eigener Aussage ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter mit dem Pseudonym „Barnacules“ kritisiert seinen einstigen Brötchengeber heftig und liefert darüber hinaus einen entscheidenden Grund für die aktuellen Qualitätsprobleme bei Windows-10-Updates. Nach seiner Auffassung sei die Unternehmens-Strategie verantwortlich für die häufigen Probleme. Microsoft versucht hingegen wesentlich transparenter mit seinen Updates für das Betriebssystem umzugehen und hat in diesem Zusammenhang jüngst das Release Health Dashboard eingeführt.

In den vergangenen Monate riss die Serie an Bugs in Windows 10 nicht mehr ab. Allein das Oktober-Update aus dem vergangenen Jahr (Version 1809) war für das Unternehmen sowie betroffenen Nutzer ein regelrechtes Fiasko. Meldungen über das Verschwinden von Ordnern veranlassten Microsoft dazu, den Marktstart des damaligen Updates zu verschieben. Zudem tauchten in darauffolgenden kumulativen Updates zahlreiche Fehler auf, die heftige Kritik auslösten.

Wie Barnaculas mitteilte, wurde er mit 150 weiteren Kollegen entlassen. Diese 150 internen Testen hätten sich um die Qualität von Windows 10 bemühen müssen. Microsoft entschied sich jedoch dazu, das Windows-Insider-Programm zu fördern, um etwaige Fehler in den Updates zu finden. Fakt ist, dass nach wie vor die Updates für viele unterschiedliche Hard- und Softwarekonfigurationen auf Millionen PCs weltweit berücksichtigt werden müssen. Barnaculas erläutert, dass dieses Komplexität mit vielen Variablen stören auf das Qualitätsmanagement einwirken. Barnaculas selbst muss bereits im Jahr 2015 seinen Stuhl räumen.