Ein Hochsicherheitstrakt für Besucher, eine offenes Scheunentor für Hacker

Erst kürzlich warnte die Bundesregierung vor dem Hintergrund einer Kleinen Anfrage vor den Gefahren für Banken und deren Geldautomaten, wenn diese weiterhin Windows XP einsetzen würden. Nun warnen IT-Experten den Deutschen Bundestag vor möglichen Risiken für die rund 5.000 Mitarbeiter des Verwaltungsapparats.

Als Windows XP im Jahr 2001 erschienen ist, kümmerte sich die Rot-Grüne Regierungsfraktion um die die Stopfung der Haushaltslöcher, die Bekämpfung des Terrorismus sowie andere Themen mit hoher Relevanz auf nationaler und internationaler Ebene. Während sich die Welt weiterdrehte, blieb die IT-Infrastruktur im Parlament unverändert.

Durch diese damals stattgefundene Nachlässigkeit und das durch Microsoft erklärte Support-Aus für Windows XP werden bereits in naher Zukunft Sicherheitslücken deutlich spürbar sein. Kriminelle Hacker und Spione haben ab dem 08. April leichtes Spiel und können ein Chaos unter den Abgeordneten sorgen oder diese gar ausspähen – im Bezug zur NSA-Affäre ein nach wie vor sensibles Thema. Darüber hinaus könnten Landesparlamente und Kommunen „empfindliche“ Schäden bei einem Angriff dieser Art erleiden.

Gordon Rohrmair, Professor der Hochschule Augsburg, ist der Meinung, dass Angreifer die komplette Kontrolle übernehmen können. Auf Windows-XP-Rechnern gespeicherte Daten könnten vollständig ausgelesen werden. E-Mails und Webcams wären seiner Ansicht nach ein leichtes Ziel für Spione.

Windows 7 erhält durch Apple keine Unterstützung mehr

Apples neuer Mac Pro ermöglicht ab sofort und ausschließlich die Installation von Windows 8. Mit dieser Maßnahme ist es der einzige Mac aus dem aktuellen Produktsortiment, der keine Unterstützung von Windows 7 bereitstellt.

In der Regel können Anwender, die auf eine aktuelle Version des Windows-Betriebssystems nicht verzichten möchten, über Apples Boot Camp die gewünschte Variante auf den Mac spielen. Wer hingegen den Mac Pro im Einsatz hat und via Boot Camp Windows 7 installieren möchte, erhält eine Ablehnung. In einem offiziellen Support-Dokument von Apple ist nachzulesen, dass die Unterstützung für Windows 7 „Ende 2013“ endet.

Der aktuelle Boot-Camp-Assistent bietet lediglich Windows 8 sowie alle dazu passenden Treiber zur Installation an. Apples Entscheidung legt den Schluss nahe, dass bereits in naher Zukunft ausschließlich Windows 8 bei neuen Apple-Produkten verfügbar ist.

Weitere Informationen bzw. Begründungen zu dieser Entscheidung liegen seitens des iPhone-Erfinders noch nicht vor. Wie Microsoft diese Entwicklung einschätzt, ist ebenfalls nicht bekannt.

Windows 8.1 – Mozilla stoppt Browser-Entwicklung mit Touch-Funktion

Jonathan Nightingale, Firefox-Verantwortlicher bei Mozilla, gab bekannt, dass die Entwicklung eine für Windows 8.1 Browser-Oberfläche mit Touch-Oberfläche aufgrund eines geringen Interesses eingestellt wurde. Gegen Ende 2012 ging die Mozilla Foundation davon aus, das eine spezielle App-Version des Browser einerseits wichtig und andererseits ein unbedingtes Muss für die Anwenderschaft ist.

Während der Betaphase für den Modern-UI-Firefox stellten die Entwickler fest, dass die neue Touchscreen-Oberfläche kaum User fand. Täglich beschäftigten sich lediglich rund 1.000 Test-User mit der Firefox-App. Die Zahlen ließen darauf schließen, dass die endgültige Softwarefassung kaum höhere Nutzerzahlen in Aussicht stelle, so Nightingale in seiner offiziellen Begründung. Hinzu komme außerdem die fehlende Begeisterung für den Windows-8.1-Startbildschirm.

Was Mozilla in Bezug auf seinen Modern-UI-Browser hingegen verschweigt, ist die enorm umständliche Einrichtung unter Windows 8.1. Vor der eigentlichen Nutzung muss Firefox als Standardbrowser definiert werden. Erst nach diesem Schritt erscheint mit ein wenig Glück die entsprechende Kachel auf dem Startbildschirm. Wie sich im Verlauf des Beta-Phase herausgestellt hatte, erschweren zahlreiche andere Einflussfaktoren die Installation des Mozilla-Browsers.

Windows – Marktanteil fällt erstmals unter 90 Prozent

Seit knapp 20 Jahren konnte Microsoft Windows stets einen Marktanteil von über 90 Prozent auf sich vereinen. Erstmals fiel der Wert nun auf knapp unter diese Grenze.

Microsoft-Fans könnten diese Entwicklung als ein dunkles Vorzeichen interpretieren. Apples iOS und Google Android konnten sich mittlerweile fest in den Köpfen der Endverbraucher etablieren und machen Monat für Monat an Boden gut; auch Linux erhöht seinen Einfluss am Markt. Microsoft landet erstmals seit der Einführung von Windows 95 unter der 90-Prozent-Marke auf exakt 89 Prozent.

Branchenkenner machen neben der zunehmenden Anzahl unterschiedlicher Betriebssysteme den Technologiewandel in Form von Smartphones oder Tablets verantwortlich. Vor nicht einmal zehn Jahren waren Desktop-PCs oder Notebooks mit einer aktuellen Windows-Version das Maß aller Dinge. Zudem hat Windows 8 unerwartet große Startschwierigkeiten. Im einem direkten Vergleich von Windows 8 und Mac OS X liegt Apple um Haaresbreite vorn.

Wie Microsoft auf diese Marktentwicklung reagieren wird, bleibt abzuwarten. Hohe Investitionen in Werbekampagnen, Überarbeitungen am Betriebssystem selbst sowie andere, in der Vergangenheit bewährte Strategien, verhalfen nicht zu dem Erfolg, den sich die Spezialisten aus Redmond erhofft hatten.

VLC Mediaplayer für Windows-8-Smartphones erhältlich

Der VLC Mediaplayer erfreut sich aufgrund seiner Kompatibilität mit unzähligen Videoformaten vor allem bei Windows-Usern großer Beliebtheit. Die VLC-Entwickler veröffentlichen nun eine Beta-Version, welche erstmals über eine Touch-Funktion verfügt und somit für Windows 8 optimiert ist.

Die neue Version startete vor einiger Zeit als „Kickstarter“-Projekt. Die ab sofort im Windows Store erhältliche Beta-Ausführung trägt offiziell die Versionsnummer 0.2. Erste Anwendertests zeigen, dass die Unterstützung für Audio- und Videoformate deutlich erweitert wurde. Zudem erlaubt die Software Hintergrundbeschallung und den Einsatz von Wechselspeichern. Darüber hinaus ist ein DLNA-Server für die zentrale Verwaltung von Musik- und Videodateien integriert.

Trotz aller Innovationen warnen die Entwickler dennoch vor der Instabilität des neuen VLC Mediaplayers. Da es sich beim veröffentlichten Produkt lediglich um eine Beta-Variante für Smartphones der neuesten Windows-8-Generation handelt, ist das Auftreten von Fehlern sehr wahrscheinlich. Das Release ist zudem nur für die x86/64-Variante des Players erhältlich. ARM-Plattformen mit Windows RT erhalten vorerst kein Release. VLC für Desktops mit Windows 8 läuft seit einiger Zeit problemlos.