Windows 10 Anniversary Update: Microsoft block ab sofort alte Treiber

Das am 2. August 2016 erscheinende Anniversary Update für Windows 10 enthält einige Neuerungen, die beim einen oder anderen Nutzer mit großer Wahrscheinlichkeit Frust hervorrufen dürften. So genannte Kernel-Treiber müssen zukünftig von Microsoft signiert worden sein, bevor sie geladen werden können.

Dabei handelt es sich um Treiber, welche mit der System-Hardware kommunizieren und dementsprechend tief in die Konfiguration des Systems greifen. Zudem diesen sie dazu, sowohl interne als auch externe Hardware-Geräte anzusteuern und in Verbindung mit dem eingesetzten Betriebssystem zu verwalten. Mit dem nun kommenden Windows 10 Anniversary Update müssen alle Kernel-Treiber von Microsoft signiert sein. Fehlt die entsprechende Signatur, verweigert das aktuelle Microsoft-Betriebssystem das Laden des Treibers vollständig.

Experten gehen in diesem Zusammenhang davon aus, dass sich die neue Funktion bei vielen Anwendern kaum bemerkbar macht. Dennoch bleibt, so die weitere Einschätzung, ein gewisses Restrisiko bestehen. Besonders all jene Anwender, die eine eher wenig verbreitete Hardware in ihrem System einsetzen, können durch das neue Update in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch Microsoft ist sich der Problematik bewusst und schält die Signaturpflicht für Kernel-Treiber lediglich bei Neuinstallation von Windows 10 scharf.

4 Gedanken zu „Windows 10 Anniversary Update: Microsoft block ab sofort alte Treiber“

  1. zum Glück bin ich meiner Linie treu geblieben. Ich hoffe mal, dass sich das (mit WIN7) bis 2020 ändert, denn sonst kann ich einen Teil meiner teuren Hardware in die Tonne kloppen. Scanner, Drucker und sonstiges wie Grafiktablett, Handys ….. etc

    Gruß Harald
    P.S. Allerdings steht da nicht, welches Alter die Treiber haben dürfen  :grübel

  2. Zitat

    Allerdings steht da nicht, welches Alter die Treiber haben dürfen

    Es geht nicht direkt um das Alter der Treiber, sondern darum, dass sie jetzt signiert, bzw. zertifiziert sein müssen (WHQL), was mit Sicherheitsanforderungen begründet wird, vgl. hier.

  3. Danke für den Hinweis. Solche Meldungen bekomme ich aber schon jetzt gelegentlich, dass eine Software/Treiber nicht signiert sei. Dabei handelt es sich in der Regel um mir wohl bekannte Softwareunternehmen, z.B. SoftMaker, ein deutsches Unternehmen oder eben andere, denen ich vertraue.

    Sollen die jetzt alle vor die Tür laufen? Ich betrachte Software, die sauber ist mit Scannern aller Art, und schon seit Jahren bei mir laufen, als o.k.

    Gruß Harald

  4. Joa, für mich auch nicht wirklich neu – schon seit Windows 8 muss ich stets zunächst die Signaturprüfung deaktivieren, bevor ich die ADB-Treiber für Android-Geräte installieren kann.
    Und da das Deaktivieren der Signaturprüfung ja weiterhin möglich ist, sehe ich auch nicht wirklich, wo genau das jetzt neu sein soll…

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